Am 24. und 25. September hielt Vroom im Rahmen der Baugrundtagung in Leipzig einen Vortrag vor der EFFC Task Group AI. Im Mittelpunkt der Präsentation stand der Einsatz künstlicher Intelligenz im Spezialtiefbau.\
Dabei wurden sowohl die Herausforderungen der Branche als auch die Möglichkeiten beleuchtet, die KI bietet. Ein Schwerpunkt lag auf dem Zusammenhang zwischen aufgezeichneten Ausführungsdaten und den Ergebnissen geotechnischer Baugrunduntersuchungen. Eine der aktuellen Entwicklungen ist die Rekonstruktion eines Drucksondierungsprofils (CPT) anhand von Bohrdrücken, Vorschubkräften und Rotationsdaten. Mithilfe von KI werden die Bedienvorgänge des Maschinenführers in Daten umgewandelt, die eine Beurteilung der Zuverlässigkeit eines hergestellten Schraubpfahls ermöglichen.
Während solche Bewertungen bei gerammten Pfahlsystemen bereits seit Längerem üblich sind, eröffnet KI nun die Möglichkeit, entsprechende Verfahren auch bei Schraubpfahlsystemen einzusetzen. Dabei geht es nicht darum, die tatsächliche Tragfähigkeit zu bestimmen, sondern zu beurteilen, ob die aufgezeichneten Herstellungsparameter mit den Ergebnissen der durchgeführten Baugrunduntersuchungen übereinstimmen. Dadurch entstehen zusätzliche Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit und Qualität der ausgeführten Gründungsarbeiten.
Am 1. und 2. Oktober wurde dieses Thema auch auf der EFFC-Tagung in Edinburgh erörtert. Spezialtiefbauunternehmen aus ganz Europa kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Branche auszutauschen. Dabei zeigte sich, dass die niederländische Spezialtiefbaubranche in einem relativ stabilen Markt eine führende Position einnimmt, gleichzeitig jedoch vor Herausforderungen wie der Elektrifizierung und den gesetzlichen Anforderungen zur Reduzierung von Stickstoffemissionen steht.
Darüber hinaus bot die Veranstaltung wertvolle Anregungen aus anderen Ländern. In Österreich wird beispielsweise eine jährliche Master Driller Training durchgeführt, bei der Maschinenführer nicht nur in der Bedienung der Geräte, sondern auch in der Qualitätssicherung und in geotechnischen Grundlagen geschult werden. Ein vertieftes Verständnis des Baugrundverhaltens ermöglicht es, Gründungsarbeiten mit noch höherer Zuverlässigkeit auszuführen.
Durch die aktive Beteiligung an diesen internationalen Initiativen leistet Vroom einen wichtigen Beitrag zum Wissensaustausch und zur Innovation innerhalb der Spezialtiefbaubranche.




