Emissionen
Beim Thema Nachhaltigkeit und Emissionen hat sich der Schwerpunkt in den letzten Jahren in manchen Fällen von beispielsweise Lärm und Erschütterungen auf die Emission von Kohlendioxid (CO2) und Feinstaub sowie von Stickstoffoxiden (NOx) verlagert. In allen Bereichen operiert Vroom schon seit Jahren auf dem neuesten Stand der Entwicklungen und erstrebt bei der Suche nach praktischen Lösungen die Vorreiterrolle.
Unserer Ansicht nach sollte man nicht nur einen dieser Faktoren fokussieren, sondern alle Aspekte in den Blick nehmen. Deshalb suchen wir die Lösung nicht nur in technischen Maßnahmen, sondern versuchen auch, den Dingen auf den Grund zu gehen. Als Fachanbieter im Spezialtiefbau denken wir stets kundenorientiert. Die Entscheidung für ein alternatives Pfahlsystem kann sich in mehrfacher Hinsicht bezahlt machen. Auch innovative neue Pfahlsysteme tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren und unser Unternehmen nachhaltiger zu machen.
Gegenwart und nahe Zukunft
Zurzeit ist die überwiegende Mehrheit unseres Maschinenparks mit Dieselmotoren ausgestattet, die mindestens die EU-Stage IV-Norm erfüllen. In den letzten Jahren wurden erhebliche Investitionen in neue Maschinen getätigt, um ältere Geräte zu ersetzen. Vor kurzem erfolgte die Inbetriebnahme eines Woltman 55DR mit TIER4Final (EU StageIV)-Caterpillarmotor. Ein Woltman 35DR mit EU-StageV-Caterpillarmotor und ein Junttan PMx22 mit EU-StageV-Motor sind in Auftrag gegeben. Darüber hinaus wurden bereits ab Ende 2019 zehn Vigor V-250HPU-Powerpacks EU-StageV in Dienst gestellt, die bei der Herstellung von Vibro-Pfählen eingesetzt werden. Außerdem wurden vier Ljungby L18 EU-StageV-Bagger bestellt, die wir voraussichtlich im Herbst 2021 in Betrieb nehmen werden.
Zusätzlich zu den Investitionen in neue Maschinen wurde eine große Anzahl von Maschinen neu motorisiert. So zum Beispiel zwei Woltman-Gründungsmaschinen (1x THW7528D und 1x THW6527D), mittlerweile ausgerüstet mit einem neuen Caterpillar C18 bzw. C13 Tier4Final, ein Hitachi KH300-3GLS, der mit einem VolvoPenta TAD882 EU-StageV sowie ein Hitachi CX700GLS, der mit einem VolvoPenta TAD880 EU-StageV-Motor ausgestattet wurde. Hinzu kommt noch ein neuer Hillcon HSCX700GLS, der mit einem VolvoPenta TAD882 EU-StageV-Motor arbeitet. Schließlich wurden zwei schwere Powerpacks für Bohranlagen mit 585-kW-Volvo-Penta-Motoren EU StageV neu motorisiert und die ersten Minibagger mit StageV-Motor folgen noch in diesem Jahr.
Sie alle stehen für große Fortschritte bei der Reduzierung der Dieselemissionen. Folglich konnte ein Großteil der im Einsatz befindlichen Maschinen mit StageIV- oder StageV-Motoren ausgestattet werden. Sämtliche Transportgeräte wurden überdies mit Motoren der Umweltklasse Euro5 oder höher ausgerüstet.
Zudem haben wir im Rahmen eines Pilot-Projekts bei verschiedenen Vorhaben zwei elektrohydraulisch angetriebene stationäre Betonmischer eingesetzt. Damit sammeln wir Praxiserfahrungen und gehen davon aus, die schnell und in größerem Umfang auch nutzen zu können. Demnächst soll sogar ein Mischer auf Batteriebetrieb umgestellt werden.
Die Zukunft
Alles in allem liegt unser Fokus auf dem Einsatz elektrischer Baumaschinen. Außer den bereits erwähnten stationären Mischern arbeiten alle Mörtelpumpen bereits seit 2010 zu 100 % elektrisch. Das gilt zum Beispiel auch für den Großteil der Gabelstapler in den Werkstätten.
Wir glauben seit langem an das zu 100 % elektrisch angetriebene Fundamentbohrgerät. Die größte Herausforderung dabei war die Stromversorgung auf der Baustelle und der notwendige „Kulturwandel“, sowohl für Auftraggeber als auch für Mitarbeiter. Eine Fundamentanlage erfordert so große Leistungskapazitäten, dass sie nicht überall verfügbar ist. Es erfordert eine sehr gute Arbeitsvorbereitung und in vielen Fällen ist die Infrastruktur in Europa noch nicht darauf vorbereitet.
Wir führen seit 2019 weitreichende Gespräche mit mehreren Parteien über die Elektrifizierung von Geräten.
Und nun ist es soweit: Das erste batterieelektrische Fundamentbohrgerät bei Vroom ist erschienen und wird ab Juni 2023 in Betrieb sein. Der zweite kommt und wird Anfang 2024 in Produktion gehen.
Lesen Sie hier alles über das neue, voll elektrisch angetriebene Fundamentbohrgerät Hillcon HSCX1500GLS-E.
Revision des Hitachi CX1100GLS
Wir streben nach den technischsten, nachhaltigsten und wirtschaftlichsten Lösungen. Dies umfasst auch die Wartung unserer Ausrüstung. In den letzten Jahren wurde erheblich in unseren Maschinenpark investiert. Diese Maschinen sind für ihre Robustheit und Langlebigkeit bekannt. Der Hitachi CX1100GLS war zur Umrüstung auf die Stufe V vorgesehen. Als sich herausstellte, dass diese Gründungsmaschine auch eine größere Reparatur benötigte, wurde die Entscheidung für eine Revision schnell getroffen. Die Revision war ein umfangreiches Projekt, das von Vroom in Auftrag gegeben wurde und von Van den Heuvel in Werkendam durchgeführt werden sollte. Die gesamte Revision dauerte etwas mehr als ein Jahr, in dem die gesamte Maschine zerlegt und jedes Teil überprüft, bewertet und bei Bedarf ersetzt wurde. Eine Revision ist sehr nachhaltig, da sie die Wiederverwendung der Maschine ermöglicht, die noch viele Jahre problemlos eingesetzt werden kann. Nach der Revision wurde die Maschine mit der neuesten Technologie ausgestattet und erfüllt auch die neuesten Emissionsanforderungen.
Attraktive Fassadenveränderung für unser Büro in Oosthuizen
Vroom Funderingstechnieken setzt weiterhin wichtige Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Dies gilt nicht nur für Geräte, sondern auch für unsere Büros, wie hier in Oosthuizen gezeigt.

In den Jahren 2023 und 2024 haben wir in Folgendes investiert:
- Solarpaneele
- Hocheffizienzglas
- Dachdämmung
- Hocheffizienz++-Kessel
Lesen Sie hier mehr über die Nachhaltigkeitsmaßnahmen an unserem Hauptsitz in Oosthuizen.
CO₂-Leistungstreppe
Bei Vroom Funderingstechnieken ist es uns wichtig, unseren CO₂-Ausstoß zu verringern. Wir möchten zu einer saubereren Zukunft beitragen. Die CO₂-Leistungstreppe unterstützt uns dabei. Sie ist ein Instrument, das aufzeigt, wie Unternehmen weniger Energie verbrauchen und weniger CO₂ ausstoßen können. Das dafür gesetzte Ziel entspricht den Vorgaben der Regierung: Emissionsfreies Bauen (SEB) 2050.
Mit der CO₂-Leistungstreppe arbeiten wir Schritt für Schritt auf dieses Ziel hin. Wir betrachten unseren Energieverbrauch, unsere Maschinen sowie Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten. So stellen wir sicher, dass wir unseren CO₂-Ausstoß kontinuierlich verringern. Unsere Investitionen prüfen wir stets sorgfältig. Wir bewerten, ob diese Investitionen unter den derzeitigen Marktbedingungen und mit den verfügbaren Technologien tatsächlich zu unserem Ziel beitragen. Dies bedeutet auch, dass in naher Zukunft weiterhin Maschinen, die mit Diesel betrieben werden, angeschafft werden können, wenn dies zu diesem Zeitpunkt die beste Wahl ist. Gleichzeitig prüfen wir fortlaufend, ob die Investition zu unserem langfristigen Anspruch passt. Gemeinsam mit unseren Partnern und Auftraggebern setzen wir uns für eine nachhaltige Bauwirtschaft ein. Emissionsfrei zu bauen ist nicht nur gut für unser Unternehmen, sondern auch für die Gesellschaft und die Umwelt.
In der nachstehenden Tabelle ist unser CO₂-Ausstoß für das Jahr 2024 dargestellt.
| Gesamtausstoß | Prozentanteil | |
| Scope 1 | 6372 t CO₂ | 99% |
| Scope 2 | 75 t CO₂ | 1% |
| Gesamt | 6447 t CO₂ | 100% |
Und aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Kraftstoffarten ergibt sich folgendes Bild.
| Gesamtausstoß | Prozentanteil | |
| Diesel Baustelle | 5532 t CO₂ | 85,75% |
| Biodiesel Baustelle | 5 t CO₂ | 0,08% |
| Fuhrpark | 297 t CO₂ | 4,60% |
| Transport von Gerät | 481 t CO₂ | 7,45% |
| Gasverbrauch | 63 t CO₂ | 0,90% |
| Stromverbrauch | 75 t CO₂ | 1,16% |
| Gasflaschen | 4 t CO₂ | 0,07% |
| Gesamt | 6456 t CO₂ | 100% |
Zielsetzung im Einklang mit Emissionsfreiem Bauen (SEB) 2050, unter Berücksichtigung des Erwerbs dieselbetriebener Maschinen in den kommenden Jahren, lautet wie folgt:
- 2026: 5 % Reduktion → 6.121 Tonnen
- 2030: 20 % Reduktion → 5.150 Tonnen
- 2040: 50 % Reduktion → 3.223 Tonnen
- 2050: 100 % Reduktion → 0 Tonnen
Vereinbarungen innerhalb von Vroom zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes
- Reduzierung des CO₂-Ausstoßes durch nachhaltigere Gestaltung des Geräteparks
- Beobachtung der Marktentwicklungen und Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette
- Interne Organisation und Engagement für die Nachhaltigkeitsziele
- Einsatz von nachhaltigem HVO-Kraftstoff als Übergangsmaßnahme projektbezogen
Bereits umgesetzte Beiträge zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes
- Anschaffung elektrischer Mischer
- Anschaffung zweier elektrischer Rammgeräte (1500GLS)
- Möglichkeit zur Stromversorgung von Rammgeräten über EHPU (90DR)
- Anschaffung eines elektrischen Radladers
- Nachhaltige Modernisierung der Bürogebäude
Möglichkeiten für einen individuellen Beitrag
- Fahrgemeinschaften zur Baustelle bilden
- Leerlaufzeiten von Maschinen reduzieren
- Geschwindigkeit der Radlader auf der Baustelle verringern
- Effiziente Gestaltung der Baustelle, damit die Wege zwischen Rammgerät, Mischer, Bewehrungskörben und Elementen nicht unnötig groß sind


